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„Und dieser schlechte Scherz galt für einen guten Beweis?"sagte die Gräfin; »freilich wohl, da ja gute Beweise für .schlechte Scherze gelten. Aber da kommt Jemand, den ichkennen lernen muß."
Dies war der kleine Julian, welcher nun wieder mit sei-ner kleinen Schwester hereinkam und seinem Vater meldete,wie männlich er allein auf dem Sattel den Rappen Hastingsin den Stall geritten, und daß Saunders, wiewohl er beidem Kopf des Pferdes einberging, doch nicht ein einzigesMal Hand an die Zügel gelegt, und Brever, ob er gleichneben ihm lief, ihn kaum bei der Schulter gehalten. DerVater küßte den Knaben herzlich, und die Gräfin, die ihn zusich rief, sobald ihn der Ritter niedergcsetzt hatte, küßte ihnauch auf die Stirne und betrachtete dann alle seine Gefichts-züge mit scharfem, forschendem Blick.
„Er ist ein wahrer Peveril," sagte sie, „recht, wie er seinsoll, mit einem Zuge von Stanlep gemischt. Ihr müßt mirmeine Bitte gewähren, Vetter, und wenn ich sicher eingerich-tet bin, und meine gegenwärtige Angelegenheit in Ordnunggebracht ist, müßt Ihr den kleinen Julian einige Zeit bei mirund in meinem Hause erziehen, und als meinen Pagen undSpielkameraden des kleinen Derby dort lassen- — Ich hoffezn Gott, sie werden solche Freunde sein, wie ihre Väter ge-wesen find, und möge ihnen der Himmel glücklichere Zeitenschenken."
„Wahrhaftig, Gräfin, ich danke Euch von ganzem Herzenfür den Vorschlag," sagte der Ritter. „Es find so manche edleHäuser verfallen, und noch viel mehrere, in welchen die Er-ziehung edler Jünglinge aufgegeben und vernachlässigt wordenist, daß ich oft gefürchtet habe, ich müßte den Julian als Junkerzu Hause behalten; ich habe selbst zu wenig Bildung, um ihn