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so lange in gutem Vernehmen gehalten hattet. Als er abervon Justiz und Vollmacht sprach, saht Ihr so furchtsam aus,daß ich schon die Tatzen des Gerichtsdieners auf meiner Schul-ter zu fühlen glaubte."
„Wir sind dem Herrn Bridgenorth einige Ehrerbietungschuldig, meine theuerste Gräfin," antwortete Lady Peveril;„er hat uns oft und freundlich in diesen lctztcrn Zeilen ge-dient, aber weder er, noch sonst Jemand, soll die Gräfin vonDerby im Hause der Margarethe Stanley beleidigen."
„Ihr seid eine vollkommene Heldin geworden, Margarethe,"antwortete die Gräfin.
«Zwei Belagerungen und unzählige Ueierfälle," bemerkteLady Peveril, „könnten mich wohl Geistesgegenwart gelehrthaben. Meine Herzhaftigkeit aber ist, glaub' ich, so geringwie immer."
„Geistesgegenwart ist Herzhaftigkeit," antwortete die Gräfin.„Wahre Tapferkeit besteht nicht in Unempfindlichkeit gegen Ge-fahr, sondern im Bereilsein, ihr entgegenzugchen und sie zuentwaffnen — und wir können jetzt alle, die wir besitzen,nöthig haben," setzte sie, etwas bewegt hinzu; denn ich hörePferdegetrappel auf dem Hofpflaster."
In einem Augenblick kam der kleine Julian, athemlos vorFreude in'S Zimmer geflogen, um zu melden, daß Papa mitLamington und Samuel Brewer zuruckgekommen sei und denRappen Hastings in den Stall führen lasse. Im zweiten Au-genblick hörte man deö wackern Ritters schwere Stiefeln, daer, in der Ungeduld, seine Gattin zu sehen, zwei Stufen derTreppe auf einmal überstieg. Ec stürzte in's Zimmer; seinAnsehen und seine in Unordnung gekommene Kleidung zeig-ten, daß er sehr schnell geritten war, und, ohne auf sonst