Die Gräfin und Lady Peveril verließen das Zimmer Armin Arm, und Whitakern gab die Letztere ihre Befehle über dieArt, wie sie Bridgenorth während seiner dermaligen Gefangen-schaft bewacht und behandelt wünschte, indem sie zugleich be-merkte, daß die Sicherheit der Gräfin von Derby eine strengeBewachung erfordere.
Die Frauen begaben sich nun in das Vorzimmer, setztensich bald nachher in einem andern Zimmer, welches besondersder Frau vom Hause gehörte, und auf der einen Seite zumSchlafgemach der Familie, und auf der andern zu dem Kabi-net führte, das an den Garten stieß Hier war auch eine kleineThüre, welche über einige Stufen hinauf zu dem schon er-wähnten Balcon, der über die Küche hcrausragte, hinführte,und derselbe Weg brachte durch eine besondere Thüre zu derHauptgallerie in der Kapelle, so daß die geistlichen und welt-lichen Angelegenheiten des Schlosses fast zugleich in den Be-reich desselben leitenden und ordnenden Auges gestellt waren.
In der tapezirten Stube, von welcher diese verschiedenenThüren ausgingcn, hatten die Gräfin und Lady Peveril so-gleich Platz genommen. Die ersterc sagte lächelnd zur letztern:„Zweierlei hat sich diesen Tag zugetragen, was mich hättebefremden können, wenn in diesen Zeiten mich etwas befrem-den könnte; — das Erste ist, daß der rundköpfige Wicht sichin dem Hause des Ritters Peveril solch übermüthiges Be-tragen erlauben durfte. Wenn Euer Mann noch derselberechtschaffene und aufrichtige Edelmann ist, als den ich ihnehemals kannte, und er wäre zu Hause gewesen, er würde denSchurken zum Fenster hinausgeworfen haben. Aber was ichnoch mehr bewundere, Margarethe, ist Euer Feldherrntalent.Ich hätte Euch kaum Muth genug zugetraut, so entschiedeneMaaßregeln zu ergreifen, nachdem Ihr Euch mit jenem Manne