Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
70
Einzelbild herunterladen
 

wage oder nicht wage. Aber Ihr scheint an dem Schicksaldieses Christian Antheil zu nehmen, und sollt es hören!Kaum war ich im Besitz meiner rechtmäßigen Gewalt, so be-fahl ich dem Richter der Insel über den Verräthcr ein hohes,peinliches Gericht nach der Form zu halten, die in den älte-sten Urkunden der Insel vorgeschricben ist. Das Gerichtwurde unter freiem Himmel vor den Richtern und Schöffengehalten, die auf Felsensitzen saßen; der Verbrecher wurdeendlich in seiner Vcrtheidigung angehört, die auf wenig mehrHinaus lief, als auf jene scheinbaren Berufungen auf die öf-fentliche Achtung, welche immer gebraucht werden, die Unver-schämtheit des Verraths zu bemänteln. Er wurde seinesVerbrechens vollständig überwiesen, und ihm als Verrätherdas Urtheil gesprochen."

Das aber wohl noch nicht vollzogen worden ist?" fielLady Pevcril, nicht ohne einen unwillkürlichen Schauder, ihrin die Rede-

Ihr seid eine Thörin, Margarethe," sagte die Gräfinheftig.Meint Ihr, ich habe eine solche Handlung der Ge-rechtigkeit aufgeschoben, bis gewisse elende Jntriguen desneuen englischen Gerichtshofs dazwischen getreten wären?Nein, Base, er wurde vom Sitz des Gerichts zum Richtplatzgebracht, ohne weitern Aufschub, als den, welcher für dasHeil seiner Seele nöthig sein mochte. Hier wurde er imHofraume des Schlosses Peel von commandirten Musketierenerschossen."

Bridgenorth rang die Hände und seufzte bitterlich.DaIhr für diesen Verbrecher intercssirt scheint," fuhr die Gräfinzu Bridgenorth fort,so erweise ich Euch nur Gerechtigkeit,wenn ich sage, sein Tod war standhaft und männlich, gemäßdem allgemeinen Charakter seines Lebens, welches, bis auf