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21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
69
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Zeit hat Freiheit und Rache ausbewahrt. Ich hatte nochFreunde und Anhänger auf der Insel, ob sie gleich genöthigtwaren, dem Sturme nachzugeben. Selbst unter den Insula-nern überhaupt sahen sich die meisten über die Folgen ge-täuscht, die sie von der Veränderung der Herrschaft erwarte-ten. Sie wurden mit Erpressungen von ihren neuen Ge-bietern belastet, ihre Vorrechte wurden verkürzt, und ihreFreiheiten abgeschafft, unter dem Vorwände, sie in die gleicheLage mit den andern Unterthanen der angeblichen Republikzurückzubringen. Als die Nachricht von den in Britannienvorgehenden Veränderungen ankam, wurden diese Gesinnun-gen mir insgeheim vertraut, und ein Aufstand, so plötzlichund kräftig bewerkstelligt, als jener, der mich zur Gefangenenmachte, setzte mich in Freiheit und in den Besitz der Souve-ränität von Man, als Regentin für meinen Sohn, den nochganz jungen Grafen von Derby. Meint Ihr, ich habe dieseSouveränität lange genossen, ohne dem Verräther Christiansein Recht anzuthun?"

Wie, Gräfin!" sagte Lady Peveril, welche zwar den stol-zen und ehrgeizigen Sinn der Gräfin kannte, aber doch kaumdas Aeußerste erwartete, zu dem er sie Hinzureißen fähig wäre,habt Ihr Christian in's Gefängniß werfen lassen?"

Ja, Base, in das sichere Gefängniß, welches kein Miffe-thäter durchbricht," gab die Gräfin zur Antwort-

Bridgenorth, der sich ihnen unvermerkt genähert hatte,und mit einem Anthcil, den er nicht länger zu unterdrückenvermochte, zugehört hatte, brach hier in den Ausruf aus:»Ich hoffe, gnädige Frau, Ihr habt nicht gewagt"

Die Gräfin unterbrach ihn sogleich, und sagte:

Ich weiß nicht, wer Ihr seid, und Ihr kennt mich nicht,wenn Ihr mit mir von Dem sprechen wollt, was ich zu thun