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staunt und etwas erschrocken über das, was er gesehen hatte;denn die Mährchen der Kinderstube hatten sein Gemüth mitGespensterfurcht erfüllt. Doch, von Natur dreist und herz-haft , stellte sich der kleine Held neben seine wehrlose Schwe-ster, und fuhr fort, seine Waffe zu ihrer Vertheidigung sokühn zu schwingen, als wär' er selbst ein Abencerrage vonGranada gewesen-
Das Feld der Tapetenwand, auf welches sein Auge ge-heftet war, wich immer mehr zurück, und zeigte mehr undmehr die Gestalt, zu welcher die Hand gehörte, bis die Kin-der in der dunkeln Ocffnung, die sich aufthat, eine Frau inTrauerkleidung erblickten; sie war über den Mittag des Le-bens hinaus, trug aber in ihren Gestchtszügen noch immerSpuren großer Schönheit; jedoch der vorherrschende Charaktersowohl ihrer Physiognomie, als ihrer ganzen Person, war einAusdruck von fast königlicher Würde. Nach einer augenblick-lichen Ruhe auf der Schwelle des Portals, das sie so uner-wartet geöffnet batte, und mit einiger Ueberraschung auf dieKinder blickend, welche sie wahrscheinlich nicht bemerkt hatte,trat die Fremde in das Zimmer, und das Feld schloß sichdurch Berührung einer Feder wieder so schnell hinter ihr, daßJulian fast zweifelte, ob es je offen gewesen, und zu befürch-ten anfing, die ganze Erscheinung möchte eine Täuschung ge-wesen sein.
Die stattliche Frauengestalt jedoch nahte sich ihm und fragte:„Bist du nicht der junge Peveril?"
„Ja," antwortete der Knabe erröthend, und nicht ganzohne ein jugendliches Gefühl jener Regel des RitterthumS,welche Jedem verbot, seinen Namen zu vcrläugnen, was auchfür Gefahr mit dem Geständniß verbunden sein möchte.
»Wenn das ist," sagte die stattliche Fremde, »so geh' m