49
hielten. Die Stimme des Ritters Jasper Cranbourne, hell,volltönend und nachdrücklich, wie der Klang seiner Feldtrom-pete, brachte die Gesundheit des wiedcreingesetzten Monarchenaus, welchen Trinkspruch die Versammlung schnell erwiederte,welche vor Ungeduld brannte, die gebührende Huldigung dar-zubringen. Eine andere kurze Pause füllte das Ausleerenihrer Gläser und der gemeinschaftliche Ausbruch in einen solauten Ausruf der Gesundheit, daß nicht nur die Balken desalten Saales erzitterten, sondern auch die Eichen- und Blu-mengewinde, womit sie geschmückt waren, in Bewegung gerie-ten, und wie von plötzlichem Wirbelwind rauschten. Nachdiesem feierlichen Akt fiel nun die Gesellschaft über die Ge-richte her, unter denen die Tafel dröhnte, ermuntert durchFröhlichkeit und Gesang; denn alle Minnesänger des Bezirks,welche, gleich der bischöflichen Geistlichkeit, unter der Herr-schaft der eigenmächtigen Heiligen des Freistaats bisher hat-ten verstummen müssen, waren zugegen. Das gesellige Ge-schäft des guten Essens und Trinkens, die wechselseitigenGesundheiten zwischen alten Nachbarn, welche Feldkameradenim Augenblicke des Widerstandes — Leidensgefährten zur Zeitdes Drucks und der Unterjochung gewesen, verwischten baldaus ihrem Andenken die nichtige Ursache der Beschwerde,welche bei einigen die Festlichkeit des Tages getrübt hatte;so daß Lady Peveril, als fie, wie zuvor, von den Kindernund ihren Frauen begleitet, in den Saal trat, mit den Zu-rufungen bewillkommt wurde, welche der Wirthin und Ge-bieterin des Schlosses, der Gemahlin des edlen Ritters, ge-bührten, welcher die meisten von ihnen mit unerschrockenemund ausharrendem, eines bessern Erfolgs würdigem Muth indie Schlacht geführt hatte.
Peveril. 4