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sten englischen Sitten, die ich kenne; aber es ist unser Glück,daß wir nicht verfinstert sind, wie unsere Väter, und dahermuffen wir nach dem Licht handeln, das in uns ist, und nichtnach ihrer Finsterniß. Ich hatte selbst die Ehre, den Groß-fiegelbewahrer Whitelocke zu begleiten, als er an der Tafeldes Kämmerers des Königreichs Schweden geradezu sich wei-gerte, die Gesundheit der Königin Christin» zu trinken, wo-durch er großen Anstoß gab, und den ganzen Zweck seinerReise auf's Spiel setzte; es läßt sich nicht denken, daß ein soverständiger Mann dieß gethan haben würde, wenn er einesolche Nachgiebigkeit für gleichgültig, und nicht vielmehr fürsündlich und strafbar gehalten hätte."
„Mit aller Hochachtung gegen Whitelocke," sagte LadyPeveril, „bleib' ich bei meiner Meinung, wiewohl ich, derHimmel weiß es, keine Freundin von Schwelgerei und Trink-gelagen bin. Ich wollte mich gern Euren Bedenklichkeitenfügen, und will verhüten, daß andere Gesundheiten ausge-bracht werden; aber wahrhaftig, die des Königs und Pe-veril's müssen erlaubt sein."
„Ich für meine Person möchte nicht einmal den neunund-neunzigstcn Theil eines GranS Weihrauch auf einen Altarlegen, der dem Satan errichtet ist," erwiederte Bridgenorth.
„Wie, Herr Major!" rief die Dame, „Ihr stellt den Satanin Vergleichung mit unserem Monarchen König Carl, und mitmeinem geliebten Mann!"
„Verzeiht, gnädige Frau," antwortete er, „ich hege solcheGedanken nicht; fie würden mir auch wirklich schlecht ziemen.Ich wünsche des Königs und des Ritters Peveril's Gesund-heit ehrerbittigst, und will für Beide beten. Aber ich sehenicht', was für Vortheil es ihrer Gesundheit bringen sollte,wenn ich zum Nachtheil der meinigen eine Flasche leere-"
Peveril. 3