schon gethan hatte. Es ist die reine Wahrheit, was ich Euchsage, beim Himmel, gnädige Frau."
„Dazu brauchtet Ihr wohl nicht sehr gcnöthigt zu wer-den," bemerkte Lady Pcveril. „Allein, Whitaker, angenom-men, Ihr tränket und schwüret etwas weniger, wenn Ihr beisolchen Gelegenheiten Eure Freude äußert, wäre es nicht ebenso gut? Was meint Ihr?"
„Ich bitte Euer Gnaden um Vergebung," erwiederteWhitaker mit vieler Ehrerbietung; „ich hoffe, ich kenne mei-nen Platz. Ich bin Euer Gnaden armer Diener, und ichweiß, cs schickt sich nicht für mich, so zu trinken und zu schwö-ren, wie Euer Gnaden, das heißt, wie der gnädige Herr,Ritter Peveril, wollt' ich sagen. Aber ich bitte Euch, wiekann ein alter Königsfreund, wie ich, von den armseligen Pu-ritanern unterschieden werden, die nichts thun, als fasten undbeten, wenn wir nicht, nach unserm Range, trinken undschwören dürfen?"
Lady Pcveril schwieg; denn sie wußte wohl, daß Redenhier nichts fruchteten, und sagte nach einer kurzen Pause demVerwalter, daß sie die ausgeschriebenen Personen, deren Ver-zeichniß sie ihm gab, zu dem bevorstehenden Schmause einge-laden haben wollte.
Whitaker, anstatt diese Liste mit der stillen Ehrerbietungeines heutigen Haushofmeisters anzunehmen, trug sie in denWinkel eines Fensters, setzte seine Brille auf, und fing an,sie für sich zu durchlesen- Da die Namen vornehmer Perso-nen aus adeligen Familien der Nachbarschaft den Anfangmachten, murmelte er darüber in einem beifälligen Tone; beiBridgenorth's Namen hielt er inne und stutzte, beruhigte sichjedoch mit der Bemerkung: „Aber er ist ein guter Nachbar,