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Drittes Kapitel.
Der Ritter Peveril hatte seiner Gattin aufgetragen, denAdel der gesammten Nachbarschaft zu einem frohen Mahl aufdem Schlosse, zu Ehren der glücklichen Wiedereinsetzung sei-ner königlichen Majestät, einzuladen, ohne genau anzugeben,woher die Vorräthe zur Bewirthung kommen sollten. DerThiergarten hatte seit der Belagerung immer wüst gelegen;das Taubenhaus konnte nur Weniges für eine solche Bewir-thung liefern; die Fischteiche zwar waren wohl versehen (wel-ches die benachbarten Presbyterianer als einen verdächtigenUmstand bemerkten), und aus den ausgedehnten Haiden undHügeln der Grafschaft Derby fehlte cs nicht an Wild. Aberalles dieß waren nur untergeordnete Bestaydtheile des Gast-mahls, und der Haushofmeister sowohl als der Amtmann,die einzigen Gehülfen und Rathgeber der Lady Peveril, konn-ten nicht einig werden, wie die Fleischgerichte, der wesent-lichste oder gleichsam der Haupttheil des Gastmahles, zu er-langen wären. Der Haushofmeister drohte, ein Joch schöner,junger Ochsen zu opfern, wogegen sich der Amtmann, wegenihrer Unentbehrlichkeit für das Feld, standhaft widersetzte;und Lady Peveril konnte bei aller Gutmüthigkeit und recht-lichen Gesinnung sich einigen Unmuths nicht entschlagen, wieihr Mann so unüberlegt habe handeln können, sie in einesolche Verlegenheit zu setzen.
Die Anhänglichkeit Peveril's an den König hatte bei ihm,wie bei Andern in seiner Lage, durch Hoffnungen und Be-sorgnisse, Siege und Niederlagen, Kämpfe und Leiden — alleaus derselben Triebfeder entsprungen und gleichsam um die-