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nicht: „Beruhigen Sie sich!" sondern sie wagte die Versicherung,daß die Blüthe der Frucht reifen werde.
„Nie, niemals!" rief Bridgcnorth, „nehmt das unglück-liche Kind weg, und laßt mich nur wissen, wann ich schwarzeKleidung für sie anlegen muß. Schwarze Kleidung," sagteer zu sich selbst; „welche andere Farbe sollte ich denn meineübrige Lebenszeit noch tragen?"
„Ich will das Kind eine Zeitlang zu mir nehmen," sagteLady Peveril, „weil Euch sein Anblick so schmerzlich ist; unddie kleine Alerie soll die Kinderstube mit unserm Julian thei-len, bis cs Euch Freude und keinen Schmerz mehr machenwird, sie um sich zu sehen."
„Die Stunde wird nie kommen," sprach der unglücklicheVater; „ihr Urthcil ist gefällt; sie wird den Andern Nachfol-gen; Gottes Wille geschehe! — Ich danke Euch, edle Frau;ich vertraue sie Eurer Fürsorge, und danke Gott, daß ich ihrenTodeskampf nicht mit anschen soll."
Ohne den Leser länger mit diesem traurigen Gegenständezu beschäftigen, ist es genug, zu sagen, daß Lady Peveril dieMutterpflichten gegen die kleine Waise übernahm, und viel-leicht war cs großentheilS ihrer einsichtsvollen Behandlung zudanken, daß das schwache Leben des Kindes erhalten wurde,weil der glimmende Funke wahrscheinlich ganz erloschen wäre,wenn es, gleich den vorigen Kindern des Majors, die über-zärtliche Sorge und Pflege einer Mutter erfahren hätte, welchedurch so vielfachen Verlust zu bedenklich und ängstlich gewor-den war. Sie übernahm diese Pflicht um so gcrner, weil sieselbst zwei kleine Kinder verloren hatte, und weil sie die Er-haltung des dritten, jetzt eines schonen, gesunden, dreijährigenKnaben, ihres kleinen Julian, einer von der damals gewöhn-lichen ziemlich abweichenden Diät» und Behandlung zuschrieb.