war, eine gewisse Ehrerbietung bewies, ohne sich dadurch aufirgend eine Art herabgesetzt zu glauben.
Bridgenorth trieb jedoch seine Gefälligkeit nicht so weit,daß er Peveril's Partei während des Bürgerkrieges ergriffenhätte. Im Gegentheil leistete er als ein thätiger Friedens-richter bedeutenden Beistand in Aufstellung der Miliz für dieSache des Parlaments, und diente hier eine Zeit lang alsOffizier. Dieß war zum Theil seinen religiösen Grundsätzenzuzuschreiben (denn er war ein eifriger Puritaner), zum Theilaber auch seinen politischen Anfichten, welche, ohne schlechthindemokratisch zu sein, doch mehr zu Gunsten des Volks in dergroßen Nationalangelcgenheit stimmten. Außerdem war er ,ein Mann von Vermögen, und hatte bis auf einen gewissenPunkt sein weltliches Interesse scharf im Auge- Er wußte dieGelegenheiten, die der Bürgerkrieg darbot, durch klugen Ge-brauch seines Kapitals seine Gelder zu vermehren, geschickt zubenutzen, und er merkte wohl, daß er durch Verbindung mitdem Parlamente seinem Zweck näher kommen würde; währenddie Sache des Königs, so wie fie betrieben wurde, dem Rei-chen nichts darbot, als Erpressungen und erzwungene Anleihen.Aus diesen Gründen ward Bridgenorth ein entschiedener Pu-ritaner, und aller freundliche Verkehr zwischen ihm und sei-nem Nachbar wurde plötzlich abgebrochen. Dieß geschah auseine um so weniger kränkende Art, als während des Bürger-krieges Ritter Pcveril fast beständig im Felde war, und demschwankenden und unglücklichen Schicksale seines Königs folgte,indeß Major Bridgenorth, der bald den wirklichen Kriegsdienstaufgab, vornehmlich in London wohnte, und nur gelegentlichMoultrasste-Hall besuchte, um seine Familie zu sehen.
Bei diesen Besuchen erfuhr er mit großem Vergnügen, daßLady Peveril der Mistreß Bridgenorth viel Güte erwiesen und