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1 (1825)
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und wenn wir auch noch so viel thäten, so bleibt unsdoch noch viel übrig zu thun; denn wenn wir auch Al-les gelhau haben, so sind wir doch unnütze Knechte.(Luc. 17, 10.) Wir sollen unser Fleisch kreuzigen, rin-gen, streiten, kämpfen, und sollts auch seyn bis missBlut. (Luc. 13, 21. Gal. 5, 24. Ebr. 12, 4.) Dazugehöret gewiß sehr viel. Sollte aber auch Jemand soweit gehen, und in einige Irrungen gcrathcn, vondenen, die sich der wahren Furcht Gottes befleißigen,so ist doch solche Irrung nicht der Gottseligkeit selbst,sondern den Fehlern des Irrenden zuzuschreibcn, demes etwa air hinlänglicher Erkenntniß fehlet.

24. Ich thue was menschlich und möglich ist.

Antwort. Einem unbckehrtcn Menschen ist nichtsGutes möglich, denn ,,cr ist todt durch Ucbertre-tung und Sünde," (Eph.2, 1.) und entfremdetvon dem Leben das aus Gott ist." (Ephe-ser 4, 18.) So lange er in diesem Zustande blcibt,kann er nicht anders als sündigen; aber ein bekehrterund wahrhaft Gläubiger vermag Alles, durch den, derihn mächtig machet. Christum. Darum bitte Gott umein neues Herz, und es wird deine Freude seyn, seinenWillen zu thun, den du in deinem unbckchrten Zu-stande nicht thun kannst.

25. Wir können doch nicht vollkommenwerden.

Antwort. Gott fordert doch eine Vollkommen-heit von uns, wenn cs heißet: (Matth. 5, 48.) Ihrsollt vollkommen seyn, und 2 Cor. 13, 1l.: Freuet euch,seyd vollkommen. (Siehe auch Matth. 21, 21. Phil.3, 14. Col. 1, 28. 2 Tim. 3, 17.) Merke aber, daß eseine doppelte Vollkommenheit gebe. 1) Eine gesetzliche,welche darin besteht: daß an dem Menschen nichts sey,oder von ihm hcrkomme, was im Geringsten dem Ge-setz zuwider; und also keine stündliche Neigung, böseGedanken und Begierde sich bei dem Menschen befin-den, sondern daß er hingegen den heiligen Willen Got-tes, mit Lust und Freuden, vollkommen thue. (Matth.