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Ist Cönen wirklich ermordet worden? : Eine Frage an Zergliederer ; Nebst allen darauf Bezug habenden Aktenstücken
Entstehung
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tions-Bericht, und dem darauf gegründeten ärztlichenGutachten, in den Vorträgen der Herren Hofrath Sei-bold, l)r. Burkard, Kreischirurgus Süß geschieht ihrerdurchaus keine Erwähnung und doch ist gerade der ge-ronnene oder nicht geronnene Zustand des VluteS inden Suggillarionen ein wichtiger und entscheidenderPunkt, um die Frage zu beantworten: ob EöncnsKörper-Verletzung während des Lebens oder nach demTode entstanden seyen. Denn da sie auf jeden Fallentweder kurz vor dem Tode oder nach demselben ent-standen sind, so fehlen nothwendig alle sonst gewöhn-lichen Merkmale, aus welchen man Wunden, die wah-rend des Lebens und noch längere Zeit vor dem Todeentstanden, von jenen die nach dem Tode sich gebildethaben, unterscheiden kann. In solchen Fällen ist dieseUnterscheidung leicht: das Klaffen der Wundspalte,Entzündung, Eiterung, anfangende Narbenbildnng sindweit größere und sichere Zeichen. Aber Wunden, diekurz vor dem Tobe zufällig entstanden sind, oder diesenselbst als ihre Folge »ach sich gezogen haben, sind schonvon jenen, die nach dem Tode entstanden, zu unterschei-den. Denn hier bleiben nur die Suggillarionen übrig,und diese sind sehr zweideutige Merkmale, welche nurbei einer genauer» Unterscheidung aller richtiger» Momenteein bestimmtes Merkmal ihrer Beurlheilung abgcben.Hr. Servaes erklärte uns gestern selbst, daß Wunden,die unmittelbar nach dem Tode entstanden sind, mit denim Leben entstandenen die größte Aehnlichkeir haben.Cr setzt bald darauf hinzu, von allen Gerichtsarztenwerden Sugillacionen als ein sicheres Criterium der imLeben entstandenen Wunden angenommen. Wie sehrmüßte ich, wenn sich das so verhielte, die Gerichts-