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Sechste Frage.
„Kam Cönen lebendig oder todr ins Wasser?"
Diese Frage ist gleichbedeutend mit der Frage, ob erdes Todes durch Ertrinken starb oder nicht?
Die Ertrinkenden sterben in der Regel durch Erstick-ung , in einzelnen Fällen aber auch schlagflüssig. Nurbei den im Wasser Erstickten findet sich eine wässerige,mit Luft gemischte Flüssigkeit in der Luftröhre und inihre» Aesten. Bei denjenigen, welche in dem Momentedes Hineinstürzeus in das Wasser von dem Schlagstuffegetroffen worden sind, fehlt diese nach dem Tode, weilln diesem Falle keine mühsame und unzureichende An-strengungen zum Einathmen mehr stattsinden.
Die Herren Obduzenten waren daher wohl nicht be-rechtigt, aus dem Mangel dieses Zeichens oder gar desWassers im Magen die Schlußfolge zu ziehen, daß Cö-nen nichr ertrunken sey. Welche andere Zeichen sic ver-mißten, die nach ihrer Meinung in den Leichen ertrunke-ner Menschen niemals mangeln sollen, weiß ich nicht,da sie sich darüber nichr naher erklären. Sie gehen überdiesen schwierigen und noch so sehr der Controverseunterworfenen Gegenstand ganz flüchtig hinweg, undsprechen darüber apodictisch ab, da doch die berühmtestenLehrer der gerichtlichen Medizin es in einzelnen Fällen fürsehr schwierig, manchmal auch für unmöglich erklären»mit Gewißheit zu entscheiden, ob der todt im WasserGefundene darin ertrunken, oder früher schon getödtet hin-ringeworfen sey. Obgleich auch die flüssige Beschaffenheitdes Blutes, welche Walter (eis moidis perilonei, etspopiexim H. z6 et Z?.) als ein sicheres Kennzeichendes Todes im Wasser, Lessen geronnenen Zustand als