5 /
jener Wunde Nro. y in den mcdicim'sch-forensischen Ver-handlungen? Auch in den Angaben der Herren Oddu-cenreii liegt auf ihr einige Dunkelheit. Einmal wird sieals gcguetschte Wunde, dann spater als Quetschung an-geführt. Woher erkannten aber die Herren Obduzenten,daß diese Wunde eine gequetschte sey? — Wahrschein-lich, da sie sich nicht weiter hierüber erklären, aus ih-rer ebenfalls sugillirten Beschaffenheit. Der Bluruntcr-lanf ist daher auch hier wieder der entscheidende Punkt,auf welchen sich, bei der Beantwortung der oben aus-gestellten Frage, die ganze Untersuchung bezieht.
Gemäß dem Obige» ist die sugillirte Beschaffenheitdreier Kopfwunden, die sich an Cvncns Leiche fanden,allerdings ein Grund, um mit einem hohen Grade vonWahrscheinlichkeit zu vermulhen , daß diese Wunden wah-rend des Lebens entstanden; allein bei dem Abgänge al-ler übrigen Merkmale mochte diese Schlußfolge nur mitgroßer Behutsamkeit anzustellen seyn. Würden die Blur-unrerläufe fehlen, so müßie man auS der Anzahl, Un-regelmäßigkeit und sonstigen Beschaffenheit jener Kopf-wunden mit dem höchsten Grade der Wahrscheinlichkeitschließen, daß sie an der Leiche entstanden» als dieselbein den hochangeschwvllenen, mit Treibeis gehenden Wo-gen des RheincS schwamm, in diesen oft genug mit Eis-schollen, abgeschwcmmten und abgetriebene,'. Stücken Holzunsanft zusammeustieß, bei dcm Anlandcn in eben solcheEonflicte kam, vielleicht von Schiffern oder Bauern,welche das in diesem Falle nicht einträgliche, sondernmit mancher vorhergesehenen Beschwerniß verbundeneStapelrecht nicht auSübcn wollten, mit Haken rc. re.vom Ufer zurückgcstoßen wurde. Mit dieser Annahmewürde auch der Umstand sehr gut übereinftimmen, daß