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Ist Cönen wirklich ermordet worden? : Eine Frage an Zergliederer ; Nebst allen darauf Bezug habenden Aktenstücken
Entstehung
Seite
XCII
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Ausser Ihren Briefen habe ich alles gelesen und stu-dirr, was nur irgend des Lesens und Studirens würdigwar. Daß die Quartanten über die Hamacherschen undFonkschen Assisenverhandlunge» darunter nicht fehlen,bemerke ich ausdrücklich. Je mehr ich aber las und nach-dachte, desto mehr bestätigt und bestärkt sich in mir dielebendige Ueberzeugung, daß Fonk an Cvnens Tode ebenso gewiß unschuldig ist, als ich gewiß bin, daß ich selbstihm bei der Ermordung nicht geholfen habe. Nach mei-ner Ueberzeugung übcrtrifft das Trierer Unheil gegenFonk das Toulvuser gegen Calas noch bei weitem. Ge-gen Calas waren wenigstens scheinbare Gründe, überFonk ist ohne alle auch nur scheinbare Gründe daSSchuldigausgesprochen worden, und noch dazu durch ein Verbiet,daß, wenn man Nro. II mit Nro. I zusammenhälr,mit sich selbst im Widerspruch steht."

Daß der junge Calas durch den Strick das Lebenverloren hatte, war wenigstens gewiß; eben so gewißdie Anwesenheit der Angcschuldigten an dem Ort undzur Zeit der Thal, gewiß und ausgemacht also, daß deralte Calas seinen Sohn zur Zeit, wo dessen gewaltsamerTod erfolgte, ermorden konnte: flocht man nun die-sen Thatsachen (wenn auch nur wahrscheinlicherweise)den Umstand ein der junge Calas habe zur katholi-schen Kirche übertreten wollen, so stand allerdings gegen