DXIX
ttt, was Hamacher über die Entstehung der Wundenerzählt.
Was mich bestimmt, zu glauben, daß Ebnen nichtermordet worden, das sind folgende Gründe:i. Die große Unbedeutenheit der Wunden.An diese» stirbt Niemand. Wenn er wirklich mit ei-nem Bandmeffer todtgeschlagen worden, so müßte mandieses au den Spuren sehen können, die dieser Schlagauf dem Schädel znrückgelaffen. Denn das Bandmefferist der Hammer der Kiefer und besteht aus gehärtetemEisen- Wenn aber zwei harte Körper mit großer Gewaltaneinanderstvßen, so bekommt der weichere jedesmal denEindruck. Der Schadelknochen ist aber weicher als daseiserne Bandmeffer. Ebne ns Schädel ist aber,wie gesagt, so glatt und unverletzt, wie einweisser porzellanener Teller.
Ich fragte jemand , der damals in Crefeld der Leichen-öffnung von Cönen beigewohnt: woraus sie nun eigent-lich geschloffen, daß Conen nicht ertrunken, sondern er-schlagen sey? denn die Wunden seyen doch offenbar zirunbedeutend, als daß jemand hieran sterben könne.
Dieser, ein verständiger Mann, antwortete hierauffolgendes: Es sey bei der Besichtigung der Leiche dieRede daraus gekommen, ob Ebnen, da man ihn kmWasser gefunden, nicht ertrunken sey? Hierauf habeman geantwortet: das wollen wir gleich sehen. Wenn