XIV
Schaam, sich zu entdeck.-», sind wohl die Hauptursachen,daß an Fabrikorten die Selbstmorde so häufig sind.
Im Ganzen rührt der Selbstmord wohl von einerGeinüthSkrankheit her. Wenn dieses nicht wäre, sowürtees schwer, zu erklären, das; sich die »leisten wegen Klei-nigkeiten ums Leben bringen. Denn oft sind die Ur-sachen, wegen deren sie eS thun, so unbedeutend, daßei» gesunder Mensch sie gar nicht begreift. — In El-berfeld ertrank sich vor einigen Jahren ein Aufwartecin der allgemeinen Armenanstalt, weil er sich betrunkenund weil man ihm einen Verweis gab und mit seinerVerabschiedung bedrohte. — In Lyon ertrank sich voreiniger Zeit ein Knabe von y Jahren, der bei einemKramer Feigen gestohlen und im elterlichen Hause dieBestrafung befürchtete und deswegen weggclaufen war.Man könnte eine Menge solcher Beispiele anführen,welche zeigen, daß die Menschen sich größtcnthcilswegen ganz unbedeutenden Ursachen »ms Leben bringen.
Als wir 1818 Lord Casilercagh in Aachen sahen, werbatte es damals gedacht, daß dieser verständige und be-sonnene Mann in einen Gcmürhszustand versinken könne,der ihn bewog, sich selbst zu entleiben!
Die, welche die liebenswürdige Gräfin» ""r gekannt,würden die es geglaubt haben, wenn man ihnen gesagt,daß diese kluge, verständige und tugendhafte Dame ineine solche Abspannung des Geistes versinken würde, daß