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Ritter Flau ragte auf einem großen, stattlichen Rap-pen wie ein Thurm über die andern hervor. Sein stahl-blauer, gefirnißter Harnisch war, gleich den Panzer» derübrigen Ritter, von starker Pappe zusammcngeleimt. Sei-nen Schild zierte ein finnreichcs Gemälde. Es zeigte dieGöttin der Gerechtigkeit in Paulinens Gestalt, mit einerWage in der Hand. In der rechten Schale thronte sehrkennbar der Ritter, und überwichtig sank sie mit ihm; inder linken Schale hockten seine drei Nebenbuhler jämmer-lich aufeinander und schnellten hoch in die Luft.
Ritter Zaunkönig, goldfarben geharnischt, ritt ein sohohes Roß, daß er cs nicht anders, als mittelst einerLeiter erstiegen haben konnte. Das Sinnbild seines Schil-des war ein kleines Vögelchen , das auf einem Zaune saßund eine im Schnabel haltende Rose einem schönen Fräu-lein überreichte.
Ritter Bär strotzte auf einem Karngaule, der so plumpwar, als er selbst. Sein Harnisch war ciscngrau, undim Schilde führte er einen schwarzen Bären, auf welchemein Liebesgott ritt und ihn am Zügel lenkte.
Ritter Matz glich ganz dem alten Silenus. Benebelt,wie Dieser, hing er schwankend auf einem kleinen grauenRößlein, das einem Esel ähnlicher sah, als einem Pferde.Seine Rüstung hatte die Farbe der Nacht, und auf demSchilde war er selbst, als Befiegcr des Todes, dargestellt.Der Tod kniete vor ihm und schien um sein Leben zubitten; aber der übermüthige Sieger schlug ihm eine großeArzneiflasche am hohlen Schädel entzwei. Neben ihmstand Pauline und setzte ihm einen Kranz auf.
Das waren die vier Ritter, die sich auf der Stechbahneinstellten. Außerhalb der Schranken hatte sich ganz Teut-lingen gelagert. Pauline und die übrigen Frauen saßen