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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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auf einer erhöhten Bühne. Ich aber, mit einem Blech-harnisch bekleidet, hielt zu Pferde hinter einem nahen Hü-gel, wo ich den Kampf sehen konnte, ohne selbst gesehenzu werden.

Trompeten forderten auf, das Ritterspicl zu beginnen.Zaunkönig sprengte zuerst hervor, und band, um dasdünnste Brett zu bohren, mit dem dicksten Ritter an.Herr Matz ließ sich eine Weile necken, che er den Rücken-Halt der Schranken aufgab. Als er sich endlich ins Freiewagte, rannte Zaunkönig mit vorgcstrecktcr Lanze gegenihn an, als wollte er ihn durch und durch stoßen. Daswar nicht zu befürchten, weil die Lanzen, dem geschlosse-nen Vertrage gemäß, keine Spitzen, sondern lederne, mitBaumwolle ausgestopfte Köpfe hatten; dennoch war demfeigen Matz vor dem drohenden grimmigen Stoße so bange,daß er sich rückwärts von seinem Grauchen warf und ei-lig davon lief. Ein allgemeines Gelächter überschalltcdas Geschmetter der siegverkündciiden Trompeten.

Der Ausreißer hatte seinen Helm verloren. Zaunkönighäkelte ihn mit seiner Lanze geschickt von der Erde aufund wollte Paulincn dieß Siegeszeichen überreichen. Rit-ter Bär verrannte ihm aber den Weg und legte die Lanzegegen ihn ein. Zaunkönig nahm die Aussonderung au;sie stürzten aufeinander los; Bär bekam einen ohnmäch-tigen Puff auf die pappcne Brust und blieb unvcrrücktim Sattel. Aber beim zweite» Rennen ward Zaunkönigmit einem kräftiger» Stoße begrüßt, und saß plötzlichwie ein Frosch im Sande.Sehn, Sic," sagte Bar,diese Kraft meines Armes verdank' ich den kernhaftcnSpeisen, die ich neulich bei Ihnen genoß." Zaunkönigsprang mit Rachgier empor und strebte hastig, seinen ho-hen Gaul zu erklimmen. Bei dieser vergeblichen Anstren-

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