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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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führte ihn in ein Nebenzimmer und keim von der geheimenUnterredung mit heiterem Angesichte zurück.

Freimund, dem der Ton der Gesellschaft nicht gefiel,ließ zeitig auspannen. Da erhob sich, als cs ruchbarwurde, ein großer Aufstand. Der Bürgermeister bat drin-gend, noch länger zu verweilen, und Paulincns Liebha-ber brauchten Gewalt, indem sie unsere Hüte, Handschuheund anderes Eigenthum in Beschlag nahmen, um unszum Bleiben zu zwingen. Standhaft setzten wir aber un-fern Willen durch und brachen auf. Der Abschied zogPaulinen viel ungeschickte Zärtlichkeiten zu; ihr Vater hin-gegen bekam zu gleicher Zeit neue derbe Verweise, daßer nicht in altdeutscher Kleidung erschienen war, und derAmtmann, des Streifens gewohnt, legic ihm sogar dieBuße auf, nächstens ein deutsches Fest zu geben.

Etwa ei» Turnier!" sagte der Bürgermeister.

Ja, ein Turnier! ein Turnier!" rief ein zehnstimmi-ges Echo.

Turnei!" fiel der Obsichter nachdrücklich ein.Tur-nier ist wegen seiner ausländischen Endung verwerflich."

Nun, so gebt uns ein Turnei, lieber Freimund!" sagteder Amtmann.Und der Preis des Sieges oder, inder Nittersprachc zu reden, der Dank sei) eine gewisseköstliche Perle! Ihr wißt schon!"

Das kann ich nicht versprechen," antwortete Freimund.Doch eine mit Schranken umzogene Rennbahn steht zuDiensten. Da mag, wer Lust hat, turnicren!"

Turnen, turnen!" rief der Obsichter, und drohtesträflich mit dem Zeigefinger.

Am folgenden Tage sagte Freimund zu mir;Ich willans gewissen Ursachen die Narren in Teutlingen zum Nar-