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ihm nachthaten, das ist uns eine ewige Schande. — Undfast eben so schimpflich wälzte sich auch einmal die ganzeseine deutsche Welt im Pariser Straßenkothc, indem sieeine Farbe trug, die man Loue ckv Uaris nannte." —
Ich stimmte lebhaft in diesen gerechten Tadel mit ein.Dagegen gestand ich ihm meine Verwunderung, daß erin seinem Brieflcin auch alten, ehrlichen, ächtdcntschcnWorten hart mitgespiclt, und ihnen entweder den Schweifgestutzt oder sic auf andere Weise verstümmelt habe.„Sollte diese Sprachumwälznng," fuhr ich fort, „weiterum sich greifen, so würden dadurch alle bisher geschrie-bene deutsche Meisterstücke, besonders die poetischen, ver-nichtet."
„Fürchten Sie das nicht!" sprach er. „Bei neuen Auf-lagen lassen sich die alten Fehler leicht verbessern. Ichselbst erbiete mich, die Werke verstorbener Dichter, z. B.Klopstocks, Bürgers, Schillers n. s. w., bei einerPfeife Tabak nmzuarbeitcn, und die hier und da nachIhrem Ausdruck von mir gestutzten Schweife durch ge-schickte Füllwörtchen zu ersetzen." —
Da war's Kunst, das Lachen zu verbeißen!
Unter solchen lehrreichen Gesprächen kam die zehnte Stundeheran. Herr Ballhorn mußte nun aufs Nathhans. Ichbegleitete ihn bis dahin, und erstaunte nicht wenig, keinweibliches Wesen auf der Straße zu scheu. In den Häu-ser» rings um den Markt waren alle Fenster geschlossen,und die Vorhänge der meisten dicht zugezogen. An eini-gen andern zeigten sich zwar Frauen und Mädchen, kehr-den aber der Ehrcnsäulc, an welcher ihre Heldin den Lohnder Tapferkeit empfangen sollte, den Rücken zu. Diese'verächtliche Stellung galt aber auch vielleicht dem an der