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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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meister, ein Amtmann und ein Hofrath, als Nebenbuhlermir gegenüber. Mehrere solche Herrschaften lauerten viel-leicht noch im Hinterhalte; ich aber, der weder Amt nochWelchen hatte, verlor dennoch den Muth nicht: denn daßmir Panline ein wenig gut war, offenbarten mir widerihren Willen tausend kleine Kennzeichen von Liebe undHuld. Ich übergehe jedoch das alles jetzt und künftig mitStillschweigen, weil cs gar nicht meine Absicht ist, eineempfindsame Geschichte zu schreiben.

Nach Verlauf einer Woche erhielt ich von Herrn Ball-Horn ein seltsam abgefaßtcs Handbriefchcn, worin er mirmeldete: daß Frau Spitzmaus, die Rädelsführern! desnculichen Aufruhrs, auf landesherrlichen Befehl des fol-genden Tages am Schandpfahl ausgestellt werde. Zu die-sem Schauspiele lud er mich ein, mit freundlichem Ersu-chen, zuvor ein Frühstück bei ihm einzunchmen.

In Erwartung lächerlicher Auftritte ritt ich nach Teut-lingen, und war schon um acht Uhr im blauen Himmel.

Der Herr Ordnei-Obsichter nahm mich sehr wohlwol-lend ans und fragte sogleich: ob er mir mit einer Schaleamerikanischen Fruchtkern-Trank dienen könnte.

Ich begriff nicht, was er mir anbot.

»Ei, ei!" sagteer,vergaßen Sic schon, daß ich in mei-nem Vcrdcutschbüchlein das französische Wort Chokoladeso übersetze ? Ich könnte kürzer und bestimmter sagen:Cacao-Trank, denn Cacao ist wenigstens nicht fran-zösisch; aber ich hasse dieses Wort, weil cs mich an dieweiland beliebte Farbe lüacs, cku OaujUiin erinnert. Eswar eine hündische Kriecherei des Franzvolkcs, sich in denUnflath seines Kronprinzen zu kleiden. Daß sich aberauch die Deutschen so bodenlos tief erniedrigten und cs