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„zur Vertilgung des leidigen Franzoscnthums das„Unsrigc beizutragcn, einstimmig beschlossen haben,„die fremden Wörter Madame und Dcmoiselle„im gesellschaftlichen Leben zu verbieten und die chr-„haften Benennungen Herrin und Fräulein an„deren Stelle zu setzen. Solches wird, auf gezicmen-„des Ansuchen unserer geliebten Mitbürgerinnen, hier-„mit bekannt gemacht und hat sich männiglich darnach„zu achten.
„Gegeben zu Teutlingcn am zwanzigsten Tage deS„Erndtemonats im Jahr 1814.
„Leopold Zaunkönig,regierender Bürgermeister."
Jauchzen und Händeklatschen erschallte; ich aber muhteüber das geziemende Ansuchen, wovon ich Zeugegewesen war, laut auflachen. Die Heroldin heftete dievorgclcsene Verordnung an die ans dem Markte stehendePostsäule; die zufriedene Versammlung ging jubelnd auseinander, und die Herren des Naths schlichen, als der Wegrein war, beschämt in ihre Häuser.
Einige Tage darauf kam der Herr Bürgermeister Zaun-könig, ein kleines, geckenhaft behendes Männchen von un-gefähr dreißig Jahren, nach Eicheubcrg zum Besuch. Erbewies seinen Neichthum, der ihn zum Abgott der Tcut-linger machte, durch einen zierlichen Wagen mit trefflichemGespann. Auch seine altdeutsche Kleidung war außeror-dentlich fein und stand ihm nicht übel. Nur das gefielmir nicht, daß er Paulinen wie ein Schmetterling buhle-risch umgaukeltc und ihr tausend Schmeicheleien vorsagte.Freimund, der eben so wenig damit zufrieden war und