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nei-Obsichter, wie ich mich gern nennen höre, damitdiese trefflichen Wörter in Umlauf gebracht werden."
Das alles lobte ich sehr, um ihn damit zu bestechen,weil ich keinen Bahnbricf aufzcigcn konnte. Ich beriefmich auf Frcimunds Bekanntschaft. Er ließ das höflichgelten und fing an, mir das Manuscript eines znm Druckbestimmten Handbuchleins vorzulesen, worin er zum ge-meinen Besten der Stadt Teutlingcn alle fremde Wörter,die nach und nach von Schulsüchsen und Zierlingcn inunsere Sprache verpflanzt wurden, gcdollmctscht hatte.
Diese Vorlesung ward aber, ehe wir das Ende desWerklcins erreichten, durch eine Hiobspost unterbrochen.Ein athemloscr Eilbote stürzte herein: „Um Gottcswillcn,Herr Stadtrichter, eilen Sic, kommen Sie! Die Weibersind in Aufruhr; sie stürmen das Rathhaus; der regie-rende Herr Bürgermeister und die ganze hohe Obrigkeitsteckt drin, wie eine Maus in der Falle, und begehrt sehn-lich Rath und Hülfe von Ihnen." — Hiermit rannte derBote wieder fort.
„Der Satauas ist in die Weiber gefahren!" sagte HerrBallhorn mit einem kreideweißen Gesichte. Er nahm (wiecs in seinem Berdentschbüchlein lautet) einen Griff ausseiner Schnnpfbüchsc und fuhr fort: „Ich finde michfast bewogen, dem Himmel dafür zu danken, daß meineGattin wegen einiger Unpäßlichkeit das Zimmer hütenmuß; sonst wäre sie wohl auch von dem Strome der Em-pörung mit fortgcriffcn worden." Er erzählte mir nun,was ich schon muthmaßte, daß der Rathsschluß, die fran-zösischen Damen und Demoisellcn in deutsche Frauen undJungfrauen zu verwandeln, den Aufstand errege. „ReitenSie doch ja aufs friedliche Dorf hinaus!" setzte er hinzu.