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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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O! wenn das ist/' sagte der Bürgermeister,so sindSie in hiesigen Landen jeder Gerichtsbarkeit, wo Sie sichbefinden und sich vergehen, unterworfen, und ich nehmemir ohne Bedenken die Freiheit, Sie arrctircn zu lassen."

Huzel sträubte sich toll; aber es half nichts, er wardabgeführt in die Stadt.

Ferdinand und die beiden Frauenzimmer, die den thcuernMann immer in der Ferne beobachtet hatten, waren Zeu-gen davon. Sie hielten eS, so wenig er auch MitleidVerdiente, für Pflicht, sich seiner anzunchmcn. Als aberFerdinand den Bürgermeister um Loslassung des Gefan-genen ersuchte, empfing er den Bescheid: der Frevler müssezuförderst des folgenden Tages verhört werden; dannwolle man sehen, was sich thun lasse. Der gute jungeMann fuhr mit Bitten und Vorstellungen fort. Endlichsagte der Bürgermeister:Wohlan, aus Achtung gegenSie will ich so weit nachgeben, daß ich Ihren unartigenOheim gegen baare Bürgschaft von Einhundert Neichs-thalcrn vor der Hand auf freien Fuß stelle. Melden Sieihm auf dem Rathhanse, wo er sich im bürgerlichen Ge-horsam befindet, meinen Entschluß, und halten Sie dasGeld bereit. Ich komme längstens in einer Stunde da-hin, cs in Empfang zu nehmen." Mehr war von demstrengen Manne nicht zu erhalten.

Ferdinand führte nun vor allen Dingen die Frauen-zimmer in den Gasthof, ging dann aufs Nathhaus undtrug die Hiobspost in den Bürgergehorsam. Der Oheimverfluchte den Tag seiner Geburt. Er hatte kaum zehnThaler bei sich. Man mußte daher einstweilen seine gol-dene Uhr und zwei Ringe als Bürgen anbietcn. Da-mit war der Bürgermeister nicht zufrieden, und ward esnicht eher, bis alle sieben Ringe, die Huzel an diesem