3/8
Glcich zuschlagen, wie auf den Amboß? — Das gehtnicht, Meister Peter!" — So schallte Mißbilligung vonallen Seiten, und Huzel bekam Muth, mit eingestemmtcnArmen vor den handfesten Vulkan hinzutreten und znfragen: „Bin ich ein Ding? bin ich ein Naseweis? he?"
Meister Peter, ein sehr stolzer und deßhalb gar nichtbeliebter Mann, der cs nicht der Muhe werth hielt, sichgegen jemand, der kein Hufeisen schmiede» konnte, zu vcr-theidigcn, gab dem Frager keine Antwort, sondern setzteihm seinen rusigcn Daumen auf die Brust, um das nase-weise Ding nach seiner Meinung sanft von sich zu schie-ben; aber diese GrobschmidSsanfthcit war von so kräfti-ger Art, daß Huzclmä'nnchen wie ein Kegel umficl.
„Gewalt! Gewalt!" schrie der Trunkenbold, und nochviele Andere murrten über diese Anwendung des Faust-rechts. Meister Peter sah sich wild um, ging dem näch-sten Tadler zu Leibe und drohte ihm mit geballter Hand.Unerschrocken that Jener ein Gleiches. So standen sieeine Minute lang wie ein Paar feindliche Hähne vor-einander. Peter glaubte, diesen Trotz bestrafen zu müs-sen und schlug aus. Plötzlich fiel ein mächtiger Bundüber ihn her. Er brüllte und wehrte sich wie ein Löwe.Einige Freunde und Gevattern traten ihm bei und kämpf-ten unter seinem Panier. Es gab mit Stöcken und Fäu-sten eine lächerliche Bürgerschlacht. Aber Frauen undKinder, die ihre wcrthen Angehörigen im Getümmel fech-ten sahen, erhoben ein Jammergeschrei.
11 .
„Ruhe! Ruhe! — Im Namen des Königs gebiet' ichRuhe!" schrie der Bürgermeister, der an der Spitze sei-ner Trabanten eiligst herbeistapfte. Alsbald legten sich