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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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cincm Schlüssel so künstlich in den Rand seiner dickenSchuhsohlen, daß sic kanm sichtbar waren. Doch standensie noch weit genug hervor, sich damit an der glattenStange anznhäkeln, wie der Specht, den man Baumhackernennt, mit seinen scharfen Klauen an den Bäumen hin-auf und herunter laust.

Unser Grünspecht er trug eben ein grasgrünes, mitGold besetztes Kleid war aber damit nicht zufrieden:er wollte auch seine Hände mit Steigeisen waffnen. Nach-denkcnd, wie das zu machen ftp, ging er den Markt ansund nieder. Da fielen ihm Hundchalsbänder mit kurzenStacheln in die Augen. Scharfsinnig sah er ihre Brauch-barkeit zu seiner Absicht sofort ein, erhandelte zwei Stückund schnallte sic sich um die Arme, zunächst an der Hand-wurzel, wo sie von den langen Aufschlägen des Nockesvöllig bedeckt wurden.

So gerüstet, ging er in den Gasthof zurück. Die Bcrg-räthin fragte, wo er gewesen sep. Er antwortete schnell!er habe sich das angenehme Geschäft gemacht, den Dameneinen Jahrmarkt zu kaufen. Dieser bestand in einigenPfcffernüßchen, womit er zwar ausgelacht wurde, aberseinen Vorwand doch gut genug beschönigte; denn mankonnte seiner Kargheit wohl Zutrauen, daß sie ein solchesGeschenk der Mühe werth geachtet habe, deshalb über dieStraße zu gehen.

Ein hoher Wohlthäter, der ihm jetzt, nach dem Beispieledes Obcrforstmeisters, ein paar Gläser Wein spendete,setzte seiner Steigclust neue Flügel an. Nun war dermuthige Geist nicht mehr zu bändigen. Er fürchtete, denWettkampf um die goldene Uhr zu versäumen, und zogdie Frauenzimmer mit Gewalt hin zum Schauplätze. Un-ter Weges rühmte er sich: er sep in seiner Jugend ein