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zum Fürsten ernannt. Während der Zeit hatte deine Mut-ter ihre Heimath verlassen, und vorsätzlich verschwiegen,wohin sie sich wende. Ich konnte, so viel ich auch forschte,ihren Aufenthalt nicht erfahren; und auch ich war ihr durchmeine Standesvcrändcrung, die ihr unbekannt gcbleibenzu sepn scheint, fremd geworden. — Nach meiner Rück-kunft von Madrid ward ich tödtlich krank, kam zur Er-kenntlich meiner Sünden, und wandte mich zu Gott. —Doch über das alles sprechen wir ein ander Mal. Jetztwollen wir hören, was der Abentenrer, der meine Vater-schaft beinahe crstohlcn hatte, zu seiner Vcrtheidigung Vor-bringen kann."
Ein Bedienter ward nach ihm geschickt, kam aber mitder Meldung zurück: der junge Herr habe sich auf einPferd geworfen und ftp mit verhängtem Zügel davongeritten.
„Was brauchen wir weiter Zcugniß, daß er ein Be-trüger war?" sagte mein Vater.
Er wollte ihn mit Steckbriefen verfolgen lassen; aberich bat für ihn. „So nichtswürdig dieser Mensch ist,"setzte ich hinzu, „so erwarb er sich doch ein großes Ver-dienst um mich. Ich selbst hätte meinen Ring nie einemFürsten gezeigt, weil ich einen Grafen suchte, und so wär'ich vielleicht lebenslang vaterlos geblieben."
„Du hast Recht!" sprach mein Vater. „Die Strafedes bösen Mensche» scy der Verdruß, daß er wider seinenWillen etwas Gutes gestiftet hat."
Der edle Greis ließ hierauf die ganze Hausgcnofsenschaftzusammenrufen und stellte mich ihr als seinen Sohn vor.Niemand nahm an der erfreulichen Wendung der Sacheeinen herzlicher» Anthcil als Helene, die den frechen Va-gabunden vom ersten Augenblick an gehaßt und geflohen