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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Unglücklichcr Amadis, du hast deine Prinzessin verloren!"rief Friederike lachend mir nach, als ich mich halb sinnlosin den Wagen stürzte.

Im Schlosse sah ich weder rechts noch links, und ver-mied auf dem Wege zum.Fürsten jedes Gespräch, ummeine mühsam errungene Fassung wenigstens so lange zubehaupten, bis ich meinen Reisebericht abgestattct habenwürde. Das ging anfangs recht gut; doch bald verlorich den Faden. Meine Stellung vor dem Fürsten warso, daß ich eine Reihe von Zimmern, die hinter seinemRücken geöffnet waren, übersah. Die Thür des letztendieser Gemächer ging ans; Helene trat herein und neigtesich gegen mich. Aber kaum hatte sie einige Schritte vor-wärts gethan, als durch dieselbe Thür ei» junger Mensch,einen Tanz trällernd, gefesselt kam, Helenen umfaßte undsie, ihres Sträubens ungeachtet, durch zwei Zimmer wal-zend mit sich fortriß. So mir näher gekommen, erkannteich ihn es war Richard! Mein Ring blitzte an sei-ner Hand. Ich zitterte vor Wuth und konnte michkaum zähmen, über ihn hcrzufallen.

In diesem Augenblicke ward er mich gewahr. Er schrackheftig zusammen, ließ das Fräulein los, verhüllte die Tod-tenfarbc seines Gesichts mit dem Taschentuche, ging denWeg, den er tanzend gekommen war, mit bebenden Knienzurück, und verschwand durch die letzte Thür.

Der Fürst und Helene sahen ihm mit Verwunderungnach. Dann wandte sich jener zu mir und fragte:Ken-nen Sie ihn?"

Ja, gnädiger Herr!" antwortete ich.Aber noch ge-nauer kenne ich den Ring, den er trägt. Dieser Ringward mir entwendet."

Unmöglich!" rief der Fürst.Der Ring, den Sie