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por und befahl den an der Thiir stehenden Soldaten, denkleinen Messias zu ergreifen und in gefängliche Hast zubringen. Die Madonna mußte sogleich cinpacken und dasSchloß verlassen.
So kam sie noch glücklicher weg als ihr geborgter Sohn,der viel Leiden zu erdulden hatte. Er saß drei Tage lang,verhöhnt und verspottet, in der Wachstube bei Wasserund Brod, und erst dann gelang es den eifrigen Fürbit-ten des freundschaftlichen Kleeblattes, den gefangenen Er-löser zu erlösen.
Ich übergehe noch andere, thcils lächerliche, thcils är-gerliche Begebenheiten, und wende mich zu dem Vorfälle,durch den das Reich der Heuchelei im Schlosse zu Grundeging-
Der Kapellmeister und seine Partei waren leidenschaft-liche Liebhaber des Weines, und hielten oft im Schlossenächtliche Trinkgelage, wobei sie gern ein kräftiges Zcch-lied sangen. Das mußte freilich mit gedämpfter Stimmegeschehen, weil der Fürst zwar ziemlich fern, doch nahegenug schlief, um den Gesang der Bacchanten hören zukönnen. Das war auch wirklich einmal geschehen. AmMorgen darauf machen der Kapellmeister und der Leib-arzt zugleich ihre Aufwartung bei ihm. Er fragt, wasdie Töne, die er in der Nacht vernommen, zu bedeutengehabt hätten. „Wir hielten Betstunde;" sagen sic. Dasgefällt ihm; er wundert sich nur über die ihm ganz frem-den Gesaugsweisen. Die Schlauköpse antworten: die Ent-fernung möge ihn wohl getäuscht haben; und dabei hates sein Bewenden.
Sie schreiben sich aber das hinter's Ohr, und der Leib-arzt, ein behender Poet, kommt auf den Einfall, ein paarlustige Trinklieder nach geistlichen Melodien zu dichten.