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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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um nicht nur damit eine komische Wirkung zu erzielen,sondern auch hauptsächlich den horchenden Fürsten zu hin-tergehcn. Die schnurrigen Dinger find nach wenigen Ta-gen fertig und mit satirischer Laune reichlich gewürzt.Der Dichter macht mit eigener Hand einige Abschriftendavon und geht damit in die Trinkstube.

Seine drei Freunde denn auch der Zwerg war einMitglied der Zcchbrüderschaft jubeln über die herrlichenLieder, stimmen sie, als ihnen der Wein in den Kopf ge-stiegen ist, fröhlich au und fingen ohne Furcht und Zwang.Denn hört es auch der Fürst, was thut das? Es wirdBetstunde gehalten.

Der Fürst hat eben eine schlaflose Nacht. Lauschendfreut er sich über die Andacht seiner Getreuen. Die Me-lodie eines Lieblingsliedcs schmeichelt besonders seinen Oh-ren. Davon hingerissen, steht er auf. Er will mit denfrommen Leuten singen und beten.

Sie, die eher des Himmels Einsturz, als diese unge-wöhnliche Nachtwanderung vermuthcn, haben die Thür nichtverschlossen, und im lärmenden Rausche hören sie des Für-sten leise Schritte nicht. Plötzlich steht er vor ihnen. MitEntsetzen springen sie auf, klammern sich, der Füße nichtmächtig, an den Tisch, und die erschütterten Trinkgefäßestürzen durch einander. Der Fürst erstaunt. Alles scheintihm ein Blendwerk. Als er aber die Trunkenbolde, dieihn mit gläsernen Augen anstarren zur Rede setzt, undsie nun anfangen, heuchlerische Ausflüchte mit schwererZunge zu stammeln, da erkennt er an diesem Zuge dieSeinen, gebietet ihnen Stillschweigen, bemächtigt sich eini-ger Exemplare der gesungenen Lieder, und geht in seinZimmer zurück. Hier liest er die Poesien seines Leibarz-tes, dessen Handschrift er kennt. Sie strotzen von Unan«