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ster, dessen galonirtes Bratenkleid auch in der Dämmerungglänzte, quer über den Hof und eilte hin nach dem Thorc.Herrisch rief er den Pförtner, und wiederholte mehrmalsmit verstärkter Stimme den Ruf, während die alte Pfört-nerin den von mir entfremdeten Schlüssel suchen mochte.Eine Laterne in der Hand, kam sie endlich, mit kläglichenWorten, die ich nicht verstehe» konnte, aus ihrem Stüb-chen heraus. Der Kapellmeister begann gräßlich zu fluchen,und mit der Wuth eines Bären, der einen Baum, vonwelchem der ungeschickte Tölpel hcrabgefallcn ist, dafürzüchtigen und »mrcißcn will, lief er Sturm gegen dasThor. Bald darauf ward mein Name genannt. Strackskeuchte der Kapellmeister wieder über den Hof zurück, undich, seines Besuchs gewärtig, schlüpfte in meine Wohn-stube. —
Er überfiel mich, ohne Anklopfcn, mit einem heftigenVerweise, daß ich den Mann, der seines Amtes an derPforte warten solle, nach Osten und Westen versende. Ichantwortete: cs scp Schade, daß er mir das nicht gesternverboten habe, so wäre cs heute nicht geschehen; dochwolle ich ihm den guten Nath geben, sich von der Thor-Wärterin die Pforte öffnen zu lassen. „So klug bi» ichselbft!" fuhr er auf. „Es ist aber kein Schlüssel da; deralte Träumer hat beide mitgenommen." — Froh, daß aufmich kein Verdacht fiel, wies ich dem ungcsiümmen Men-schen , als er mich noch weiter ausschclten wollte, ninthigdie Thür.
Die Thurmglocke schlug eben acht. Er lief, als brennteihm der Kopf, nach dem Thore zurück. Ich stellte michwieder auf die Lauer, und hörte, daß er in der Pfört-ncrstube gewaltig tobte. Ein Weilchen nachher entstandeine Stille, die ungefähr fünf Minuten dauerte. Dann