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Der Pfarrer begleitete mich und erzählte mir unterWeges: Helene von Arcnhain sep eine Nichte des Fürsten,und wahrscheinlich die bestimmte Erbin seines großen Ver-mögens. Es befinde sich aber noch eine mit ihr angekom-mene Tante, eine Frau von Bärwald, im Schlosseund führe die Oberaufsicht über das Hauswesen; denn derFürst bekümmere sich wenig um weltliche Dinge, und seydaher in früher» Zeiten von Haushofmeistern und Köchensehr bcvorthcilt worden.
So erfuhr ich mit stillem Mißvergnügen die Anwesen-heit der stolzen Matrone, die an meinem Freudcnhimmelwie eine dunkle Wolke heraufzog.
Ich ging in den Gasthof, wo sich mein Pferd und Ge-päck befand. Hier lauerte schon der Justiz-Dircctor ausmich. „Nun werden Sie bald satteln?" rief er mir ge-bieterisch zu.
„Nein, .Herr Justiz-Dircctor!" antwortete ich. „Es ge-fällt mir an diesem Orte so wohl, daß ich vielleicht hierbleibe."
Er glotzte mich an, und befahl mir zornig, sofort abzu-rciscn, wenn ich nicht durch Gcrichtsdieuer über die Gränzegebracht scpn wolle.
„Damit werden Sie mich gefälligst verschonen;" sagteich lächelnd. „Der Fürst hat eben die Gnade gehabt, michals Secrctär in seine Dienste zu nehmen."
Er erstarrte zu einer Bildsäule, und war einen Augen-blick unschlüssig, wie er sich bei diesem Donncrschlage ge-berdcn wolle. Endlich lös'te sich die Versteinerung seinesGesichts in ei» heuchlerisches Grinsen auf. „Ei! das ha-ben wohl der Herr Pfarrer bewirkt?" sprach er mit höh-nisch-süßlicher Stimme. „Nun ja, wenn man erwachseneTöchter hat — hche! hihi!" —
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