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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
325
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mißtrauischen Mick, der oft Unbekannten entgegenschießt,srcnndlich auf mich zu. Die Tochter erzählte ihm, wieich sie ans dem Grasplätze gerettet hatte. Er dankte mir;und wie Homer's Griechen jeden Fremdling, der in ihrHans tritt, gastfreundlich bewirthcn, und dann erst nachseinem Namen fragen, so forschte auch der gute Pfarrermit keinem Worte nach meinen persönlichen Verhältnissen,sondern lud mich sogleich zum Abendessen ein. Ich »ahmdie Einladung an, beurlaubte mich aber auf eine Viertel-stunde, um nach meinem Pferde zu sehen, das ich durchden Knaben in den Gasthof geschickt hatte.

Indem ich dort das Nöthige besorgte, erschien ein fin-sterer, großnasiger Mann und fuhr auf mich los:SindSie der Mensch, der sich gegen den fürstlichen Herrn Leib-arzt und den Herrn Kapellmeister unartig aufgcführt hat?"

Ich lacht«; ihm ins Gesicht und sagte:Unarten, meinHerr, scheinen hier erlaubt, da Sic selbst eine so unartigeFrage thun."

O, spaßen Sic nicht!" sprach er stolz.Ich bin derhochfürstliche Justiz>Director."

Aber doch wohl nicht mein Hofmeister?" fiel ich ein.

Ich verbitte dergleichen Anzüglichkeiten!" rief er heftig.Zeigen Sie mir Ihren Reisepaß!"

Ich wartete damit auf. Er fand nichts daran zu mä-keln, bedeutete mich aber dennoch, die Stadt und dasganze hochfürstliche Gebiet des folgenden Tages wieder zuverlassen.

Vielleicht! vielleicht auch nicht!" antwortete ich.

Ich werde Sic Gehorsam lehren!" rief er wild undstürmte davon.

Die kleine Mißlauuc, in die mich dieser Auftritt versetzthatte, verschwand sogleich im Pfarrhause, wohin ich nun