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Alicen, und es war, als geböte mir eine Stimme, hinüberzu reiten. Ich lenkte mein Pferd dahin. Auf dem Gipfelder Höhe erblickte ich gegenüber einen minder hohen Bergmit einem ansehnlichen Schlosse, und unten im Thale einwohlgebautes Städtchen, dessen äußerste Gebäude und Gär-te» den Fuß beider Berge berührten. Seitwärts, dochmeinem Standpunkte ziemlich nahe, breitete sich ein anmu-thiger, mit Bäumen und einem weißen Geländer umgebe-ner Grasplatz aus. Dieser zog meine Augen besondersan sich, weil aus demselben zwei dicke Männer, die etwasbetrunken zu seyn schienen, ein junges Frauenzimmer, dasihnen immer auswich, schwerfällig und mit Gelächter ver-folgten. Es war eine Gestalt wie Helene, und ich jagteüber Hals und Kops den Berg hinab, um sie zu schütze».
AlS ich näher kam, sah ich freilich, daß ich mich geirrthatte. Doch das Mädchen war sehr hübsch, und der alberneMnthwille der beiden zudringlichen Herren mißfiel mir umso mehr, da er zu ihren vierzig bis fünfzig Jahren undihrer steifen Kleidung mit Haarbcutel und Degen nichtpaßte. Sie starrten mich, als ich hcrbeisprcngtc, einenAugenblick an, setzten aber daun ihre Jagd unverschämtfort. Ich stieg vom Pferde, übergab es einem dienstferti-gen Knaben und eilte zur nächsten Ocffnnng des Gelän-ders. Hier stand ein bejahrter, unförmlicher, in altdeutscheTracht gekleideter Zwerg, der freudig iu die Hände klaschte,weil eben die wollüstigen Faunen das Mädchen erhaschthatten und rechts und links nach Küssen rangen. Daskleine Mißgeschöpf schien mir den Eintritt in die Schran-ken verwehren zu wollen; ich schob es aber ans die Seite,ging rasch auf die beite» Dicken los und sagte: „Ruhe,meine Herren! Ein Kuß ist eine freiwillige Gunst, diekein edler Man» zu erzwingen sucht." — Sic standen