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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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treffliche» Wein, der mich in einen unvorsichtigen Schwä-tzer verwandelte. Ich bekannte meine gräfliche Herkunft,zeigte meinem Zcchgescllen den Ring und vertraute ihmdie Verfahrungsart, wie ich damit meinen Vater zu ent-decke» suchte. Wir scherzten darüber und gingen fröhlichzu Bette.

Am Morgen darauf weckte mich schon um vier Uhr dieSonne. Ich forderte meinen Stubcngenosscn auf, mit mirspazieren zu gehen. Es gefiel ihm aber in den Federn;er wollte noch einige Stunden schlafen.Faulenzer!" sagteich, und ging allein. Ich erstieg einen Berg, lagerte michins Grüne, und weidete meine Augen an den paradiesischenBezirken des unter mir fließenden Nhcinstroms.

Als ich mich so bis gegen sieben Uhr ergötzt hatte, gingich in den Gasthof zurück. Der Wirth brachte mir denStubenschlüffel entgegen und sagte: Herr Richard scp aus-gcrittcn und komme erst znm Mittagessen wieder. Dasbefremdete mich. Ich flog, nichts Gutes ahnend, in unsergemeinschaftliches Zimmer. Da sah ich von meinem HerrnRichard keine Spur mehr. Er hatte sein ganzes Gepäckund meinen väterliche» Ring mitgenommen. Bestürzt ließich mein Pferd satteln und setzte dem Räuber nach. Abersein Vorsprung war zu groß; ich verfehlte wohl auchseinen Fluchtweg; kurz, ich fand ihn nicht und er kam,wie sich von selbst versteht, nicht wieder.

Ich mußte nun die Hoffnung anfgebcn, meinen Vaterzu erforschen. Auch schien das Glück nicht geneigt, michHelenen finden zu lassen. Darum entschloß ich mich Nach-mittags zur Rückreise.

Schon zu Pferde, mit dem Gesichte nach Norden, warfich noch nach Süden einen Schcidcblick für Helenen. Dafiel mir ein abwärts gelegener, freundlicher Berg in die