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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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ft» Wänden gewesen und hätte sogar ihn da gesehen.Es sind einige Monate her," fuhr sic fort,da fiel icheines Abends in eine plötzliche, mit Abwesenheit des Gei-stes verbundene Erstarrung, und als ich wieder zu mirselbst kam, hatte ich die wunderliche Einbildung: ich scpin einem fremden kleinen Zimmer aus einem Kasten ge-stiegen und ein Jüngling von deiner Gestalt und Bil-dung, lieber Altmapcr, habe vor mir gestanden. Darumerschrack ich nicht wenig, als ich dich zum erste» Malsah; und mein Traumgesicht wird mir nun doppelt merk-würdig, da ich auch das Stübchen hier völlig wiederfinde. Es fehlt nichts als der Kasten! Hat wohl sonsteiner in jenem Winkel gestanden?"

Valentin verneinte, etwas betreten, die Frage. Es schienihm natürlicher Weise nicht rathsam, seinen Verkehr mitKobolden und Heren zu entdecken.

Die Hochzeit wurde glänzend und fröhlich gefeiert. Beider Tafel weihte der dankbare Bräutigam im Stillen daserste Glas dem Freund im Schwarzwaldc; und als er einpaar Monate später eine Geschäftsreise that, machte ereinen weite» Umweg zu Mummarts Burg und rief ihnfreundlich beim Namen. Der Geist erschien. Valentinbedankte sich für das ihm geschenkte Glück.Gut, gut!"sagte Mummart lachend.Ich habe dich mit lustigerStrenge zu einem ehrlichen Manne gemacht, und das istbesser, als wenn dich Doctor Faust, der Tcufelsbündner,mit Gold überschüttet hätte. Geh' hin in Frieden!"

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