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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Sanft hervor.

Heb sich rebeuschltnik empor,

Und im Nu

Warf's ihm lächelnd Küsse zu.Liebewarm

Wellt' er's fassen in den Arm,Aber munter

Taucht' eS plötzlich wieder unter,Und die leer nmarmre LuftHauchte Nosendufr.

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Doch die liebliche Nose war und blieb verschwunden.Valentin stand einige Minuten wie versteinert; dann hober den Kasten, Len er sonst mit keinem Finger berührte,auf den Tisch, beleuchtete ihn von allen Seiten, spähtedurch Nitzen »nd Spalten hinein und sah leider nichtsals einen hohlen Nanm. Daß er die ganze Nacht schlaf-los zubrachte, versteht sich von selbst. Das schöne Luftge-bild schwebte ihm beständig vor den Augen; wie war csmöglich, sie zu schließen?

Auch in den folgenden Tagen war die holde Erschei-nung sein immerwährender Gedanke. Er setzte sich's inden Kopf, sie scp die LZorläufcrin eines wirklich lebendenMädchens, das ihm der versöhnte Geist des Schwarzwal-dcs beschiedcn habe. Dieser angenehme Wahn belebte undspornte ihn, sich fort und fort gut zu betragen. Bei al-lem, was er that, stellte er sich vor, er werde von seinergeistigen Braut beobachtet. Es vergingen aber Wochenund Monate, ohne daß cs ihr gefiel, sich zu verkörpernoder sich nur in der vorigen wesenlosen Gestalt wiedersehen zu lassen.