-o§> 309
„Was wollen wir den» dort ausheckcn?" knurrte Va-lentin. —
„Glück oder Unglück, nachdem du dich aufführst!" ant-wortete sic. „Ich werde dich, da ich nun einmal zu dei-ner Hofmeister!» ernannt bin, ins Haus eines reichenKaufmanns bringe», wo es auf dich allein ankommenwird, ob du durch Fleiß und Redlichkeit ein glücklicherMan» werden, oder als unverbesserlicher Taugenichts denGalgen zieren willst."
Valentin verschluckte den harten Ausdruck, machte jedochgegen die Sache >elbst den natürlichen Einwand, daß er,der weder einen Lehrbrief, noch empfehlende Zeugnisse auf-zuwciscn habe, wohl schwerlich das Vertrauen eines Kauf-manns, eines Mitgliedes der vorsichtigsten Menschcnklasse,gewinnen werde.
„Das ist meine Sorge," sagte Trutta. „Ich habe schondie nvthigen Papiere für dich in Bereitschaft. Du über-gibst sie und wirst als Handlungsdiener angcstellt: denndu mußt schlechterdings von unten auf dienen. Auch michwirst du nicht eher los, bis deine Besserung auf festenFüßen steht. Ich werde mich aber sammt meiner Woh-nung unsichtbar machen, damit sich die Leute nicht übermich das Maul zerreißen und dich meinetwegen fliehenund meiden."
8 .
Die Reise ging stracks auf Frankfurt zu. Trutta hattenun unter Weges keine Gastsrcundin mehr, bei welchersie das Handwerk begrüßen konnte; sic mußte, wenn ihrTräger einiger Ruhe bedurfte, in Wirthshäusecn cinkchrcu.Da war sic meistens so artig, sich nicht zu zeigen. Als