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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
307
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Valentin knaupelte indessen in einem Winkel an den Ueber-rcstcn des Backwcrks, womit er sich vor seinem Eintrittin den Schwarzwald reichlich versorgt hatte, weil er, wieein Kind, nichts lieber als Kuchen.

Nach aufgehobener Tafel bereitete die Hexe ihren Gästenein Lager, das sie mit einander theilcn sollten. Dem Stu-denten ward bange, daß Trutta nun aus dem Kastenhcrausschlüpfen, sich neben ihn pflanzen und ihn wohl garmit Liebkosungen antasten würde. Doch wider alles Er-warten zog sic sich wie eine Schnecke in ihr Hans zurück.Die Here wünschte ihr und ihm eine gute Nacht, undverließ sammt ihrem ganzen schwarzen Hofstaate das Gast-zimmer, um sich in ihr Schlafkännnerlein zu begeben.

Höchst ermüdet, bedurfte auch Valentin zu seiner vorha-bendcn Flucht der Stärkung des Schluss. Er streckte sichans das ihm angewiesene Bett; Trutta und ihr Gehäuseblieben, wo sie waren. Indem er aber die Augen zu-drückte, sprang der Kasten von der Bank, hüpfte wie eineElster über die Stube und legte sich ihm zur Seite. Erknirschte leise mit den Zähnen, denn er befürchtete nunjeden Augenblick, die widrige Schlafgcscllin leibhaft nebensich zu sehen. Sie verschonte ihn jedoch mit der Erschei-nung ihrer Person, verhielt sich i» ihrem Futterale ganzruhig und schlief und schnarchte sogar.

»Nun ist es Zelt, nun sey's versucht,

Mich heimlich zu eurfernen.

ES leuchret mir zu meiner FluchtEin Heer von milden Sternen."

So sagte Vnlennn zu sich,

Indem er still vom Lager schlich.

Er tappte sacht zur Thur hinaus,

Sah alles trefflich glücken;