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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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-<>D 305 So-

bald druckt er mich zu einer Zwergin zusammen: alles,wie'S ihm beliebt und zu seinen Absichten paßt."

Während dieses Gesprächs führte das Waldwcib dieGäste ins Bcsuchzimmer.

Hier zeigte vieles HexeuwcsenGanz offenbar der Wirthiu Stand:

In langer Neihe hingen BesenUnd Ofengabeln an der Wand.

So ließ sie ihren Marsiall prangen,

Neirferlig zur Walpurgisnacht,

Und ransend Drudenfüße schlangenSich zwischendurch in greller Pracht.

Auch saß ein .Hofstaat schwarzer KatzenIn großer Zahl die Stnb' entlang,

Und bot die sanft erhabnen Tatzen,

Wie Schranzen, freundlich zum Empfang.

Der Kasten rutschte jetzt freiwillig von Valentins Schul-ter herab, setzte sich auf eine Bank, und Trutta, die im-merfort wie ein Schornsteinfeger aus einer Feueressehcraussah, forderte von ihrer Freundin etwas zu essen.

Meine Kiich' ist kalt, mein Keller warm, ich Hab' eineWirthschaft, daß Gott erbarm!" antwortete die spaßhafteHere.

Trutta machte ein verdrießliches Gesicht und erklärte,daß sie bei diesen kläglichen Umständen vom Hunger ge-riöthiget werde, ein besseres Unterkommen zu suchen.

Bleib nur, bleib!" sagte Jene.Es steckt ein herrli-cher Katzenbraten am Spieß, und wird bald gar sepn."

Ha, mein Lcibcsscn!" rief Trutta.Aber wie konntestdu's über dein Herz bringen, aus deinem geliebten Volkeein Schlachtopfer zn wählen?"

Ja, ich bi» eine strenge Negentin!" versetzte Jene.Eswar ein Kater von unvergleichlicher Schönheit, aber ein

Lmigdeui'L sämnitl. Schr. XVI. Bd. 20