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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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l!n los zu werden: er sprang und bockte wie ein störrigeSPferd, das den Reiter absctzcn will, und rannte rillt demRücken gegen die Bäume, um den Zanbcrkasteu zu zer-schmettern oder von den Schultern zu streifen. Aber mitdem allen gewann er nichts, als daß ihm die Unholdin mitihrem Sceptcr rastlos auf den Kopf schlug, und der scha-denfrohe Zuschauer, der Waldgcist, ein Gelächter ausbre-chcn ließ, das man eine halbe Meile weit hören konnte.Athcmlos stürzte Valentin endlich mit dem Gesichte auf dieErde und wünschte sich ächzend und stöhnend den Tod.

Schäme dich!" sagte die Alte.Du gcberdest dich wieein geplagter Ehemann, der sein Hauskreuz schon zwanzigJahre getragen hat. Ich bin zur Scheidung bereit; siehängt aber von gewissen Bedingungen ab, die du erfül-len mußt."

Nenne sie mir geschwind!" sprach Valentin.Ich ver-stehe mich im Voraus dazu."

Das ist so deine Art! Immer gehst du wie blind undtoll ins Zeug hinein!" sagte sie.Nun, wir wollen imtraulichen Kämmerlein einer Herberge weiter von der Sachesprechen. Es beginnt Abend zu werden; die Nachtlust imFreien möchte mir schaden."

Valentin mußte, so betrübt er war, hell auflachen.

Ha! findet sich die gute Laune wieder ei» ?" rief dasGespenst.Ja, ein lustiges Wciblein, wie ich, ist einKleinod, das du nicht wegwcrfcn solltest. Auch Hab' ichhier noch etwas, das wenig Männer verschmähen."

Das klang ihm wie ein frecher Scherz. Er sah sichnicht um, weil er den widrigen Anblick ihres enthülltenBusens oder anderer Liebreize befürchtete. Aber sie klirrtemit Weingläsern, als stieße sie zu einem Trinkspruch an.Da konnte der durstige Zecher seine Augen nicht länger