Schenkung versprach. Er klatschte in die Hände und riefeinen unverständlichen Zauberspruch über den Hof hin-über. Da sprang in der Hintcrmauer eine Thür auf,und es schob sich, ohne Mitwirkung einer sichtbaren Bc-wegungskrast, ein länglicher Kästen heraus, der dem trag-baren Kramladen eines Hausircrs ähnlich sah. Er wackelteund taumelte durch die Disteln und Dornen des Hofes,stand vor dem Dreifuß still und wartete auf weiternBefehl.
„Nimm diesen Kasten, junger Mensch!" sagte Mummart.„Er umfaßt alles, was dein Herz wünscht."
Valentin sah das unscheinbare Ding von oben bis un-ten an, ergriff es mit beiden Händen, prüfte sein Gewicht,schüttelte den Kopf und sprach: „Verdammt leicht! —Wenn es nicht voll Heckthalcr steckt, so werde ich nichtlange damit Haus halten. Und wo bleibt denn das schöneMädchen, das ich mir ausbat? Das kann doch unmöglichin diesem Kästlcin wohnen."
„Einem geschenkten Gaul sehe man nicht ins Maul!"crwiedcrtc Mummart. „Nimm die Gabe oder nimm sicnicht, cs gilt mir gleich."
Unentschlossen fingerte Valentin an dem Kasten herum.Er hätte ihn gern geöffnet, gern einen Blick hinein gethan;doch der Waldgeist, des langen Zauderns und Mäkelnsüberdrüssig, schlug ihn auf die Hand und sagte: „Pack'auf oder packe dich fort! Der Kasten enthält mehr Gutes,als du denkst. Hast du aber kein Vertraue» zu mir undmeinen Worten, so geh' unbegabt zum Henker!"
Diese entscheidende Sprache drang durch. Etwas istimmer besser, als nichts, dachte der Student, nahm denKasten auf den Rücken, bedankte sich kaltsinnig, und gingmit flüchtigen Schritten davon, um dem Geiste, der ihm