ein Handwerk oder eine Kunst, und arbeite dich, bis dnalt und grau wirst, durch die Welt: dann magst du mitEhren das erworbene Gut in Ruhe genießen."
„So?" — spottete Valentin. „Mich dünkt's zu spät,dann erst Brod zu haben, wenn einem der Tod bald wie-der vom Brodc Hilst. Warum soll ich — eben ich —so lange schmachten? Legen doch tausend Andere, die kei-nen altern Bart haben als ich, ihre Hände ruhig in denSchooß und schwelgen und prassen. So gut will ich'sauch haben!"
„Meine Erlanbniß hast du dazu," sagte der Famulusmit frostiger Gleichgültigkeit: „nur erwarte nicht hier beiuns Rath und That! — Doch ja, einen Rath will ichdir geben. Geh' ins Niescngebirg zum Herrn Rübezahloder in den Schwarzwald, wo ein nicht ganz so bekannter,aber eben so reicher und mächtiger Geist Hausen soll. Dassind Patrone für dich und andere deines Gelichters!"
Mit Rübezahl mochte Valentin nichts zu thun haben,weil es schon damals weltkündig war, daß dieses muth-willigc Wesen gewöhnlich mit der einen Hand etwas spendeund mit der andern Schläge austhcilc, oder sonst auf ir-gend eine Art sein hämisches Müthchen kühle. Er fragtedaher nach dem Namen des Geistes im Schwarzwalde.Wagner sagte: er wisse von diesem Kobold nichts, alsdaß er Mummart oder Mumm ela ck heiße, in einerverfallenen Burg wohne, auf de» Ruf seines Namens er-scheine , und, wenn er gerade bei guter Laune sey, allesgebe und hcrbeischaffe, was man sich mit geziemenderHöflichkeit von ihm ausbitte.