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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
295
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Bestürzt sichren die Weinleser aus einander, Faust rittans einem Fasse davon.

Dem jungen Altmapcr gefiel dieses Zauberstück ungemein. Er dachte, wer solche Dinge zu thu» vermöge, derkönne auch Sand und Steine in Gold verwandeln, unddiese Kunst scp des Lernens wohl werth. Darum beschloßer auf der Stelle, sich bei dem Wundermann als Schü-ler zu melden. Er forschte Fausts Wohnung aus undging dahin. Im Vorgcmache fand er den bekannten Fa-mulus Wagner, und Fausts gewöhnlichen Begleiter,einen großen schwarzen Hund, in welchem, der Sagenach, ein mächtiger Geist, oder gar der Teufel selbst woh-nen sollte. Valentin machte ihm deßhalb eine tiefe Ver-beugung. Aber der Schwarze nahm diese Höflichkeit nichtsonderlich huldreich auf; er knurrte vielmehr und fletschtedie Zähne. Wagner beschwichtigte ihn, mehr bittend alsbefehlend. Dann fragte er Altmapern, was sein Anbrin-gcn sep.

Ich habe Lust, die Goldmacherkunst zu lernen/' ant-wortete Dieser,und wünsche deßhalb mit dem HerrnDoctor zu sprechen."

Wenn du bei meinem Meister nichts anders zu suchenhast," versetzte Wagner,so findest du kein Gehör. Ergibt sich nicht damit ab, den Stein der Weisen unwür-digen Menschen mitzutheilcn, die nur darum reich werdenwollen, um ein müßiges Schlaraffenleben zu führen, linddaß du des Sinnes bist, das steht dir an der Stirn ge-schrieben !"

Nu, nu, scheltet nur nicht!" sprach Valentin.Es istja kein Verbrechen, nach guten Tagen zu sterben."

Wenn nur nicht Milchbärtc, wie du, von guten Ta-gen reden wollten!" eiferte Wagner.Lerne doch erst