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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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3.

Valentin dankte für die ersprießliche Nachricht und rüstetesich zum Zuge iu dcu Schwarzwald. Es gebrach ihm anReisegeld; doch der Vater hatte eine volle Kasse und derHerr Sohn einen trefflichen Nachschlüssel. Er bediente sichdessen jetzt unbedenklicher als jemals, weil er im Begriffstand, große Schätze zu heben, und sich dann die paarHände voll Dukaten, die er heimlich entlehnte, zehnfachwieder ersetzen ließen.

Mit diesem redlichen Vorsatz nahm er Abschied hinterder Thür. Eine gemächliche Fußreise von drei bis vierWochen brachten ihn an die Gränze des Schwarzwaldes.Er wanderte ins Kreuz und in die Quere darin herum,bis er eine halbzerstörte Burg sand, die ganz das An-sehen einer Gcisterwohnung hatte. Voll Zuversicht, daßhier der rechte Manu wohne, trat er ans Thor, blicktehinein, und sah im Burghöfe einen Wald voll Disteln,die sämmtlich die Köpfe schüttelten, als wollten sie ihnwarnen, nicht weiter zu gehen. Das sand er auch selbstnicht für gut. Er blieb außerhalb der Pforte, in Erwar-tung, daß man ihn cinladeu werde, näher zu kommen.Als er aber einige Stunden vergebens darauf gehoffthatte und rings herum kein lebendiges Wesen zum Vor-schein kam, ward er ungeduldig und rief mit Heller Stimme:„Herr M u m me l a ck!"

Urplötzlich ward von unsichtbaren Länden

Ihm Backenflreich ans Backenflreich gesandt.

Er fulir zurück, er schrie: Verdammte Spenden!

Empfängt mau so Besuche hier zu Land?

Womit verdient' ich's, mich so grob zu schänden?