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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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schnell auf dic Füße, »m ihren Herrn aufzusuchcu. DesGrafen sechs Rappcnhcngstc trabte» und schnoben hinterihr her. Zum Glück hatte das alte Weitstem, das mitfliegendem Mantel vorankcuchtc, nicht lange nöthig, dieangrcifcnde Rolle eines herrschaftlichen Läufers zu spielen,weil Rudolph schon in der Gegend der Königstanne, dicunweit des Fahrwegs stand, der im Walde so seltenenErscheinung eines Sechsspänners mit Verwunderung ent-gegen kam.

Scpd ihr der Förster Rudolph?" rief der Graf, undließ sich nach erfolgter Bejahung aus dem Wagen heben.Er ging mit dem jungen Manne, den er vertraulich unterden Arm faßte, eine Strecke waldein, um die vorhabcndeUnterhandlung nicht von seinen Leuten behorchen zu lassen.Es war ein beschwerlicher Gang für ihn, weil sich seinelangen Schuhschnäbel beinahe von Schritt zu Schritt indem Gestrüppe verfinge». Da er jedoch dic Mühe, sichimmer wieder loszuwickcln, nicht scheute, so ward dic nöthigeEntfernung endlich erreicht, und er begann:Ich bin derregierende Graf von Hahnenfeld. Mein einziger Sohn sahvor acht Tagen des Kaufmanns Griffling artig Tochter,verliebte sich in sie und bestand darauf, das Dirnlcin zuhcirathcn. Ei» toller Einfall; doch ich gab nach. Wirthatcn heute dic Anwerbung. Da erhielten wir von Leno-rcn den Bescheid: sie seh schon mit dir vcrplämpert undmüsse dir Wort halten; wen» du aber, um ihrem Glückenicht im Wege zu stehen, freiwillig zurückträtest, so wollesie den Erbgrafcn heirathen."

Das hätte Lenore gesagt ?" fiel ihm Rudolph finsterin's Wort.

Sie hat's gesagt!" erwiedcrte der Graf.Vielleichtmit zwei oder drei andern Wörtlcin, die aber denselben