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ich will meine väterliche Gewalt brauchen — ich will züch-tigen, einsperrcn, hungern lassen —"
„Ruhig, Manulein, ruhig!" sagte der regierende Herrund richtete sehr gelassen und bedächtig au Lcnorcn dieFrage: ob sie in dem Falle, daß sie von Rudolph ihresGelübdes freiwillig entlassen würde, den Erbgrafen heira-then wolle.
Sic schwieg einige Augenblicke, weil sie die Frage kei-ner Antwort werth hielt. Doch da sie nicht befürchtendurfte, von dem treuen Jüngling leichtsinnig anfgegebenzu werden, und sie sich wenigstens für jetzt Luft schaffenwollte, so sprachen ihre Lippen ein leises Nothja, indemihr Herz zugleich Nein sagte.
„Vorfahren !" rief der Graf einem Bedienten zu. SeinePrachtkutsche, die in einiger Entfernung noch bespannthielt, raffelte vor die Thür. Er beurlaubte sich von derGesellschaft, mit der Versicherung baldiger Rückkunft, ließden Erbgrafen gleichsam zum Pfände da, setzte sich in denWagen und befahl, nach dem Forsihause zu fahren.
Martha sah neugierig aus dem kleinen, in einen grü-ne» Rahmen gefaßte» Fenster, als die hohe Herrschaft an-gerollt kam. Rudolph war eben tiefer in den Wald ge-gangen, um der Abcndkühle eines heißen Tages zu genie-ßen und in düsterer Einsamkeit seinem Kummer nachzu-hängen: denn er wußte, daß die große Gasterei in PeterGriffling's Hanse den Zweck hatte, ihm sein Mädchenabwendig zu machen. Ein gräflicher Bedienter fragte nachihm. Martha, die steif und fest glaubte, der königlicheLandesherr sitze draußen in der Kutsche, warf mit Angstnnd Zittern ihren Sonntagsmantel um, und machte sich